7 Tipps wie du in deinem Home Office produktiv arbeiten kannst

Home Office ist heute eigentlich nichts Neues mehr. Dennoch ist der erste Tag im Home Office für viele eine Herausforderung. Wie kann ich arbeiten? Wie kann ich mich am besten organisieren? Wo arbeite ich? Und was muss ich beachten?

Es gibt eine Vielzahl von Fragen, die wir uns nicht wirklich sofort beantworten können. Und entsprechend glauben wir, dass viele die Vorzüge vom Home Office gar nicht erkennen (können). Denn das Arbeiten zu Hause erspart dir nur den Arbeitsweg, sondern noch vieles mehr.

So kannst du hier unter anderem ganz in Ruhe und mit vollem Fokus an einer Sache arbeiten, ohne dass dich das Telefon oder Kollegen in der Tür stören können.

Wenn Home Office angeordnet wird....

....sei nicht ängstlich! Ein Home Office ist schnell eingerichtet und du wirst vermutlich schnell erkennen, dass du hier mindestens genauso produktiv wie auf der Arbeit sein kannst. Wir vermuten sogar, dass es noch ein wenig mehr geht! Und wie das funktioniert, wollen wir dir heute zeigen.

Leider kann nicht jeder im Home Office arbeiten. Ein Feuerwehrmann, ein Arzt oder auch die Verkäuferin im Supermarkt haben dazu leider wenige Chancen. Insofern ist es für dich vor allem wichtig zu prüfen, ob du überhaupt im Home Office arbeiten. Und wenn das geht, solltest du dir eine Liste der Dinge aufschreiben, die du brauchst, um von zu Hause arbeiten zu können.

Brauchst du bestimmte Unterlagen? Bestimmte Zugänge? Oder Kontaktdaten, die du dir einspeichern musst? 

Die Aufgabe ist schnell erledigt, wenn du einmal im Kopf deinen Tag durchgehst und überlegst, was du jeweils brauchst. Am besten notierst du dir einfach alles an deinem Arbeitsplatz, sodass du dann anschließend die Tätigkeit von deinem Arbeitsplatz mit nach Hause nehmen kannst.

Unsere 7 Tipps für produktives Arbeiten im Home Office

Das Coronavirus hat gezeigt, dass deutlich mehr Arbeitnehmer im Home Office arbeiten können. So versuchen viele Firmen ihr Geschäft zu erhalten und gleichzeitig die Arbeitnehmer dem kleinstmöglichen Risiko auszusetzen. Das funktioniert auch recht gut und auf einmal kann eine halbe Nation in Heimarbeit tätig sein.

#1 Es ist nichts anders, nur wo anders

Home Office wird von vielen mit Joggingshose und Hoodie in Verbindung gebracht. Das ist grundsätzlich auch nicht ganz abwegig, denn immerhin sieht dich im ersten Moment keiner. Da du aber auch im Home Office noch eine Reihe von Terminen wahrnehmen musst, solltest du dich von Anfang an richtig kleiden. Dann wirst du auch nicht von einer spontanen Video-Konferenz überrascht.

Zudem bleibt das Gefühl morgens erhalten "Ich gehe jetzt zur Arbeit". Eine große Kunst im Home Office ist es nämlich die Grenze zwischen Arbeitnehmer am Arbeitsplatz und Privatmensch außerhalb der Arbeitszeit zu finden. Ziehst du dich morgens so an, als könntest du so auch ins Büro gehen, ist für deinen Kopf schnell klar, dass es jetzt um die Arbeit geht.

#2 Kommuniziere deine Arbeitszeiten im Home Office

Üblicherweise haben wir im Büro eine bestimmte Erreichbarkeit. Während der Arbeitszeit müssen wir telefonisch erreichbar sein. Und das gilt natürlich auch für das Home Office. Zwar unterliegt dieser Punkt grundsätzlich den Regelungen mit dem Chef, aber dennoch wirst du in irgendeiner Form für eine Erreichbarkeit sorgen müssen.

Hier bietet sich meist an das Telefon aus dem Büro auf das Handy weiterzuleiten. Damit ist es technisch erledigt. Und jetzt sagst du den Kollegen und Mitarbeitern noch Bescheid, dass du von 9 - 16 Uhr erreichbar bist. Das war es? Eigentlich schon, denn nun wissen alle, wann und wo sie dich erreichen können beziehungsweise ist dein Telefon einfach weitergeleitet. Im Zweifel bekommt der Anrufer gar nicht erst mit, dass du von zu Hause arbeitest.

#3 Suche dir einen festen Arbeitsplatz

Auch wieder so ein Klischee, aber die wenigsten Arbeitnehmer arbeiten im Jogger auf der Couch. Probiere das gerne mal einen Tag aus und schon sehr schnell wirst du spüren, dass das Rücken das gar nicht witzig findet.

Ein fixer Arbeitsplatz in der Wohnung hilft dir dabei dich zu organisieren. Hier sammelst du alle notwendigen Geräte und Unterlagen. So geht nichts verloren und du musst ewig danach suchen. Ob es dabei der Wohnzimmertisch, der Esstisch oder die Theke in der Küche ist - alles ist erlaubt, solange du dich dort wohl fühlst.

Angestellten kann der Chef dabei keine Vorgabe machen, wo sie im Home Office arbeiten sollen. Aber er darf grundsätzlich darauf vertrauen, dass seine Angestellten sich an die übliche Regelung halten, Ordnung walten lassen und sich dabei nicht selbst verletzten. Häufig musst du auch genau in der Home Office Vereinbarung unterschreiben. Da der Arbeitgeber den Mitarbeiter nicht vorschreiben kann, wie sie das Home Office zu organisieren haben, befreit er sich logischerweise mit einer solchen Vereinbarung von seinen Pflichten.

Wenn dir noch etwas fehlt oder du keinen eigenen Arbeitsplatz hast, empfehlen wir dir unsere Schreibtische zum selber bauen! Damit kannst du deinen Arbeitsplatz im Home Office ganz individuell gestalten und somit den tollsten Arbeitsplatz einrichten.

#4 Vermeide Ablenkungen und Störungen

Ach siehste, Saugen wollte ich noch schnell. Also Sauger raus und einmal durch die Wohnung. Naja, und wenn wir schon dabei sind, kann ich die Waschmaschine auch noch schnell machen. Aber jetzt erst mal einen Kaffee und eine Serie gucken. Ist das produktives Arbeiten?

Nein, natürlich nicht. Aber es sind die Ablenkungen, die im Home Office auf dich warten. Insofern ist es wichtig, dass du diese kennst und dich darauf vorbereitest. So kann dich nichts mehr überraschen und du bist gewappnet.

Und wenn du kleine, zweibeinige Ablenkungen hast, die nicht in den Kindergarten müssen, dann gilt es sich auch darauf vorzubereiten. Wie? Ganz einfach, nutzen die Möglichkeiten. Steh eine Stunde früher auf und arbeite schon morgens etwas weg. Nutze die Mittagspause oder den Mittagsschlaf der Kids. Oder "arbeitet" einfach zusammen, wenn dein Kind bei dir sitzt und Hausaufgaben macht.

Sorge für störungsfreie Zeiten und nutze diese. Wenn alles perfekt ist und dich richtig konzentrieren kannst, bist auch du sehr produktiv. 

#5 Sorge für Ordnung und einen Plan

Wer bis heute nicht mit einer To-Do-Liste gearbeitet hat, sollte dies unbedingt einmal ausprobieren. Häufig lassen wir uns im Büro zu sehr von Dingen hin und her schubsen, die zwar augenscheinlich wichtig sind. Am Ende sind sie es aber gar nicht. In deinem Kalender kannst du beispielsweise einen Zeitraum blockieren, dem du der Bearbeitung einer wichtigen Aufgabe gibst.

Und dann? 

Dann heißt es Vollgas. Konzentriere dich genau darauf und arbeite nur an dieser Aufgabe. Keine Ablenkung, keine Störung und wenn du damit durch bist, nimmst du die nächste Aufgabe auf deiner To-Do-Liste!

Natürlich sollten auf der Liste Dinge stehen, die wichtig sind und einen gewissen Umfang haben. Versuche das To-Do so groß zu machen, dass du es in der Zeit bearbeiten kannst. Im Zweifel teile eine Aufgabe einfach in mehrere Schritte und bearbeite sie hintereinander.

Und wenn dir noch etwas fehlt, um Ordnung zu halten, solltest du dir vielleicht mal Gedanken um ein Regal neben deinem Schreibtisch in der Arbeit machen. Hier findest unsere Lösungen, die für mehr Ordnung sorgen.

#6 Pause nicht vergessen - die gibt es auch im Home Office

Mittags mit den Kollegen in die Kantine - und jetzt im Home Office? Vielleicht ist die Kantine deine Küche und deine Kollegen die Kinder, aber dennoch ist es wichtig, dass du auch hier eine Pause machst. Stehe auf von deinem Platz und lass die Tätigkeit ruhen.

Pausen sind extrem wichtig und viel zu häufig nehmen wir uns die Zeit nicht. Dabei steckt die eigentliche Power unserer Arbeitskraft in der Qualität der Pausen. Wer hier mal ein wenig experimentieren möchte, dem empfehle ich die Pomodoro-Technik. Dabei werden kleinen Arbeitspakete geschnürt, die dann in einer bestimmten Zeit abgearbeitet werden müssen.

Und dazwischen immer wieder Pausen machen. Nutze diese. Stehe auf, gehe umher, trinke einen großen Schluck Wasser oder schließe auch einfach mal für eine Minute die Augen. Auf jeden Fall darfst du nicht sofort das nächste Thema anfangen oder dich von etwas ablenken lassen. Pause ist Pause. Und Pause heißt Erholung und Ruhe.

#7 Erstelle einen Plan und halte dich daran im Home Office

Der große Vorteil im Home Office ist ja, dass dein Chef nicht einfach zur Tür hineinkommen kann. Damit du die wichtigsten Dinge des Tages weggearbeitet bekommst, solltest du dir eine Liste fertig machen mit den entsprechenden Prioritäten. Morgens sind wir häufig sehr leistungsfähig und mittags nach dem Suppen-Koma nicht. 

Du kennst dich selbst am besten. Also solltest du deinen Tag auch genau daran ausrichten. Scheinbar unproduktive Zeiten kannst du mit Aufgaben füllen, bei denen du nur abarbeiten, aber wenig nachdenken musst. Belege sortieren, Kennzahlen abtippen oder solche Dinge sind dafür perfekt geeignet.

Und wenn die Zeit gekommen ist die großen Brocken anzugehen, solltest du dich auch nur darauf konzentrieren. Es gibt dabei eine Taktik, die wir empfehlen möchten: Eat that frog! Übersetzt "Schluck den Frosch" - sinngemäß meint Brian Tracy damit, dass du die jeweils größte und schlimmste Aufgabe des Tages sofort als erstes machen sollst.

Warum? Na, ganz einfach. Dann ist das Schlimmste vom Tag überstanden und erledigt. Zudem tendieren wir sehr häufig dazu diese Sachen weiter zu schieben und genau nicht zu erledigen. Wer also jeden Morgen direkt als erstes seinen Frosch schluckt und die Aufgabe erledigt, kann sich guten Gewissens den Rest des Tages mit interessanteren Aufgaben beschäftigen.

Nimm das Home Office als Chance in deinem gemütlichen zu Hause

Es gibt so viele Vorteile im Home Office zu arbeiten. Vielleicht willst du heute nicht wegen des Coronavirus raus? Zweifel gibt es sogar noch bald eine Ausgangssperre wegen des Coronavirus und wir müssen zu Hause arbeiten. Bereits dich doch jetzt schon drauf und warte nicht erst auf das Ereignis.

Sieh die Chancen und die guten Seiten. Du musst morgens nicht Berufsverkehr stehen oder im Regen an der Haltestelle warten. Du kommst trockenen Fußes zur Arbeit und hast sofort einen Kaffee, wenn du die Kaffeemaschine anschmeißt. Zudem kannst du dir deine Arbeitszeiten selbst einteilen und musst nur die vereinbarte Erreichbarkeit sicherstellen.

Und wer weiß, vielleicht bist du ja an deinem neuen Schreibtisch zum selber bauen in der Heimarbeit sogar noch produktiver :)

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